Keine Krankenversicherung da draussen, die nicht in irgendeiner Art und Weise auf überdimensionalen Plakaten mit exzellentem Copywriting und ansprechenden Fotos damit wirbt, wie zufrieden ihre Kunden sind, wie einfach sie sämtliche Versicherungsfälle angeht und wie schnell diese bearbeitet werden. Um Kunden nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch zu halten, steht für Krankenversicherungen die Verbesserung des Kundenerlebnisses als einer der wichtigsten Punkte im Zentrum. Interaktionen zwischen Krankenversicherung und Kunden müssen, unabhängig vom Kanal, zufriedenstellend ablaufen, während die Krankenversicherer gleichzeitig im Hintergrund versuchen, ihre Kosten weiter zu reduzieren. Das erfordert eine intelligente Herangehensweise, um Mitarbeiter bei Krankenversicherungen von manuellen und zeitaufwendigen Arbeiten, die unter anderem sehr oft mit der Erfassung und Prüfung von Rechnungsbelegen zu tun haben, loszulösen und sie für wertvollere Arbeiten einzusetzen. Die intelligente Herangehensweise heisst IDP (Intelligent Document Processing).

Die Rechnungskontrolle ist ein – je nachdem, wie die Rechnungen eingehen – aufwendiges Kerngeschäft von Krankenversicherungen

Das Prüfen und Verarbeiten von Rechnungsbelegen gehört zum Kerngeschäft von Krankenversicherer. Die Rechnungen gehen zu einem grossen Teil entweder von der Praxis oder vom Spital direkt ein oder werden je nachdem auch erst vom Kunden selbst nachgereicht. Krankenversicherer müssen die eingehenden Rechnungen auf verschiedene Aspekte und Fehler überprüfen, darunter beispielsweise:

  • Ist der Leistungserbringer berechtigt, die Behandlung im Versicherungsrahmen vorzunehmen?
  • Liegt für die versicherte Person eine entsprechende Deckung vor?
  • Stimmen die Tarifpositionen und ist der Behandlungstarif korrekt?
  • Kann die Behandlung vergütet werden?

Die Leistungsprüfung erfolgt zu einem Teil automatisiert mit zahlreichen Prüfregeln, um fehlerhafte und missbräuchliche Rechnungsbelege zu identifizieren.

Grosse Krankenversicherer haben die Prüfung der Rechnungsbelege zu rund zwei Drittel automatisiert, kleinere Krankenversicherer (weniger als 100’000 Rechnungsbelege im Jahr) jedoch nur zu einem Fünftel – was gleichzeitig insgesamt noch immer Millionen von nicht automatisierten Rechnungen bedeutet

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Gute Werte mit Verbesserungspotenzial

Je nach Grösse des Krankenversicherers gehen zwischen knapp der Hälfte bis zu rund zwei Drittel der Rechnungen auf digitalem Weg ein, was auch die Dunkelverarbeitung (vollständig automatisierte Verarbeitung und Freigabe der Rechnungsbelege) in etwa widerspiegelt: Laut der Untersuchung zur Rechnungs- und Wirtschaftlichkeitskontrolle bei Krankenversicherern wurden 2018 bei Krankenversicherer in der Schweiz von knapp 110 Mio. Rechnungsbelegen rund 75 Mio. automatisch verarbeitet. Auch wenn das bereits eine stolze Summe darstellt und Prämiensenkungen ermöglicht, so bleiben nach wie vor Millionen von Rechnungsbelegen (und weitere Dokumente) zurück, die manuell erfasst und verarbeitet werden müssen.

Verschiedene Schwierigkeiten bei Rechnungsbelegen in Papierform

Krankenversicherungen müssen Papierrechnungen auf jeden Fall zuerst digitalisieren, bevor diese weiterverarbeitet werden können. Das ist mit einem massiven Aufwand verbunden beziehungsweise ist die Digitalisierung nicht immer so einfach möglich. Die grössten Schwierigkeiten beziehen sich hierbei auf Rechnungsbelege aus dem Ausland, die aus Notfallbehandlungen resultieren. Spezifische Leistungsbereiche mit abweichenden Bezeichnungen erschweren einerseits die automatisierte Prüfung, andererseits sind aber auch die unterschiedlichen Formen der Rechnungsbelege ein Problem: Für satte 80 % der Krankenversicherer sind Auslandrechnungen nicht maschinenlesbar, womit (bis jetzt) nur die manuelle Erfassung zur Digitalisierung übrig bleibt.

IDP kombiniert fortschrittliche KI-Technologien, um bei der Erfassung und Verarbeitung der Rechnungsbelege zu helfen

IDP als Lösung für dieses Problem

Genau hier liegt ein Teil des Problems begraben. Sobald die Papierdokumente in ihrer Form variieren, ist die rasche Erfassung zur Digitalisierung und Verarbeitung der Rechnungsbelege vorbei. Zu den unstrukturierten Rechnungsbelegen kommen handgeschriebene Notizen hinzu, was die Verarbeitung verunmöglicht. Deshalb lohnt es sich für Krankenversicherungen, Automatisierungen mit IDP (Intelligent Document Processing) intelligenter anzugehen. Als Kombination verschiedener fortschrittlicher, auf Künstlicher Intelligenz basierender Technologien schafft IDP ein völlig neues Spektrum an Möglichkeiten für die Automatisierung der Erfassung und Verarbeitung. Mittels Machine Learning-basierter OCR (Optical Character Recognition) lassen sich nicht nur unstrukturierte (auch handgeschriebene) Dokumente und Rechnungsbelege in Papierform automatisiert erfassen und verarbeiten, IDP hilft auch bei der Prüfung von Leistungsansprüchen. Auf IDP und ihre Funktionen gehen wir hier im Detail ein.

IDP bringt eine leistungsstarke Lösung für die Besonderheiten der Rechnungsbelege und Dokumente von Krankenversicherungen

Dank IDP können Krankenversicherer die Besonderheiten und Unregelmässigkeiten in Rechnungsbelegen und Dokumenten adressieren, was sich positiv auf eine bessere Rechnungskontrolle auswirkt, Kostenreduzierungen der Versicherungsprämien zulässt und schliesslich den Kreis der Kundenzufriedenheit schliesst.