Ob eidgenössische Wahlen, Gemeinderatswahlen, Verwaltungsratswahlen in Grosskonzernen oder jegliche sonstige Wahlen im grossen (oder auch kleineren) Format: Die Verarbeitung von Stimmzetteln ist mit einigen Herausforderungen und Unannehmlichkeiten verbunden. Wer schon einmal aufgeboten wurde, um bei Volksabstimmungen die Stimmzettel zu sortieren, der weiss, wie elend lange das dauert und wie mühsam das ist (speziell, wenn man am Vorabend zu lange im Ausgang war…). Wenn dann gleichzeitig auch noch städtische, kantonale und eidgenössische Volksabstimmungen anstehen, ist der Tag gelaufen. Dass die Verarbeitung von Stimmzettel heutzutage auch anders funktioniert, nämlich zu einem grossen Teil automatisiert, und welche verschiedenen Vorteile diese zu bieten hat, lesen Sie in diesem Artikel.

In Zeiten der COVID-Pandemie nimmt die briefliche Stimmabgabe nur noch zu

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Verschiedene Aspekte und Herausforderungen bei Wahlen

Das Ziel einer Wahl ist es, in möglichst kurzer Zeit alle Stimmzettel den Auflagen entsprechend und rechtssicher verarbeiten zu können, damit das Resultat der Wahl möglichst rasch bekannt gegeben werden kann. Wie wir zuletzt bei den US-Wahlen 2020 gesehen haben, sieht die Realität jedoch deutlich anders aus, ein best case Szenario kann man das kaum nennen. Die Probleme, die nicht nur in den USA, sondern bei sämtlichen grossen Wahlen auftauchen, sind vielseitig und komplex. Neben Sicherheitsaspekten und zu den eh schon immensen logistischen Herausforderungen ist mit der COVID-Pandemie noch eine weitere erhebliche dazugekommen: Viel weniger Stimmzettel werden persönlich in den Wahllokalen abgegeben, viel mehr Wähler stimmen per Briefwahl ab, was zu Verzögerungen schon nur bis zu deren Eingang führt, ganz zu schweigen von der Verarbeitung.

Die Sicherheit ist durch die automatisierte Erfassung und Verarbeitung der Stimmzettel gewährleistet – was von der manuellen Verarbeitung nicht unbedingt behauptet werden kann

Die manuelle Verarbeitung der Stimmzettel und deren Probleme

Einmal in den Auszählungszentren angekommen, könnte es theoretisch schnell gehen. Die manuelle Verarbeitung schiebt dem aber direkt den Riegel vor. Stimmzettel müssen erst grob vorsortiert werden. Als Erstes gilt es zu definieren, ob der Stimmzettel gültig, ungültig oder fraglich ist. Es benötigt bereits hier die mehrfache Kontrolle von zahlreichen Personen. Nach dem groben Vorsortieren muss nach weiteren Unterscheidungen sortiert werden:

  • Checkboxen
  • Aufgeführte Namenslisten
  • Von Hand ergänzte Namenslisten
  • Unterschriften

Genauigkeit, Geschwindigkeit, tiefe Fehleranfälligkeit – all das und vieles mehr verspricht die intelligente, KI-basierte OCR für die Stimmzettelverarbeitung

Automatisierte Verarbeitung von Stimmzetteln

Fakt ist, dass Wahlen immer äusserst zeitkritisch und datenempfindlich sind, gleichzeitig aber sehr ergebnisorientiert sein wollen. Damit die hohen Anforderungen bei Wahlen erfüllt werden können, müssen einige wichtige Punkte bei der Verarbeitung von Stimmzetteln befolgt werden:

  • Der Ablauf muss transparent, sicher und zugänglich sein, um prüfbare Wahlen sicherzustellen
  • Die Lösung muss einfach in das bestehende Wahlmanagementsystem integriert werden können
  • Stimmzettel müssen auf mehreren Stufen verifiziert werden und durch alle zuvor definierten Regeln gehen
  • Die Lösung muss je nach Volumen einfach skalierbar sein

All diese Anforderungen können mit der Integrierung der intelligenten, KI-basierten OCR (Optical Character Recognition) in das Wahlmanagementsystem erreicht werden. Und so funktioniert die automatisierte Verarbeitung von Stimmzetteln mit der intelligenten, KI-basierten OCR auf einen Blick:

  • Automatisierter Eingang und Erkennung der Stimmzettel, per Post oder online
  • Qualitätsverbesserung und Seitentrennung, was bei Stimmzettel von hoher Relevanz ist
  • Automatisierte Klassifizierung, beispielsweise bei mehreren Wahlen zum gleichen Zeitpunkt
  • Doppelte Verifizierung, was bei der Verarbeitung von Stimmzetteln und für den Sicherheitsaspekt essenziell ist
  • Automatisierte Datenextraktion aus den Stimmzetteln; handgeschrieben oder elektronisch, von Hand ergänzte Namenslisten, angekreuzte Checkboxen und so weiter und so fort
  • Strukturierte Ausgabe der extrahierten Daten aus den Stimmzetteln

Mit der automatisierten und intelligenten Verarbeitung der Stimmzettel kann eine hohe Kadenz angestrebt und damit ein attraktiver ROI erreicht werden

Was bei Stadt- und Landeswahlen funktioniert, geht auch bei Verwaltungsratswahlen und Co.

Einer der grossen Vorteile mit der intelligenten, KI-basierten OCR ist die einfache Skalierbarkeit und damit das hohe Volumen an Stimmzetteln, welches zeitkritisch verarbeitet werden kann. Das macht sie für Lösungen von Landeswahlen mit mehreren Hunderttausend Wähler perfekt, gleichzeitig profitieren aber gerade auch Grosskonzerne beispielsweise bei Verwaltungsratswahlen und Generalversammlungen von der Integrierung der intelligenten, KI-basierten OCR. Des Weiteren ist die automatisierte Verarbeitung der Stimmzettel deutlich weniger fehleranfällig und damit auch die Gefahr vor Betrug erheblich kleiner.