Im Gegensatz zu Loyalitätsprogramme, die für viele Kunden durchaus ihre Berechtigung haben, zählt für andere nur Bares ist Wahres (Ok, in Form einer digitalen Überweisung…). Cashback ist eine greifbarere Methode, als Punkte zu sammeln, für die man die Anzahl Y benötigt, um dann für Produkt X einen Rabatt oder einen Gutschein zu erhalten. Eine Cashback-Kampagne ist bei einer simplen Durchführung ein Kundenmagnet und gehört meist fix zum Geschäftsmodell dazu. Muss nach dem Kauf eines Produktes unter regulären Bedingungen jedoch mehrere Tage auf die Rückzahlung ausgeharrt werden, dann ist das mühsam und schreckt nicht nur potenziell die Kunden vor einem zukünftigen Kauf ab, sondern dürfte auch das Unternehmen zum Nachdenken bringen.

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Eine Cashback-Kampagne muss vor Beginn solide durchdacht sein. Von Seiten des Unternehmens her muss ganz klar definiert sein, welche Händler an der Aktion teilnehmen, ein Start- und Enddatum der Aktion und welches Produkt (oder welche Produkte) involviert ist. Nehmen wir als Beispiel eine Cashback-Kampagne für eine Fotokamera. Beim Kauf des Modell X bekommen Kunden 200 Franken zurückerstattet. Wird der Käufer nun in einem nächsten Schritt dazu aufgefordert, online ein Konto zu erstellen, ist das noch akzeptabel, schliesslich kann er so seine Bankverbindung für die Rückvergütung hinterlegen. Muss er aber zusätzliche Formulare ausfüllen und persönliche sowie Produktinformationen angeben, eine Kopie des Kaufbelegs und ein Bild der Seriennummer der erworbenen Fotokamera hochladen, so erstaunt es dann ebenfalls nur wenig, wenn es dreissig Tage lang dauert, bis die 200 Franken auf seinem Bankkonto landen. Das Bild, welches diese Cashback-Kampagne abgibt, ist kein befriedigendes und die Chancen stehen gut, dass dies so ist, weil die Datenerfassung und -verarbeitung auf manuellen Prozessen basiert. Das endet nicht nur in einer getrübten Kundenzufriedenheit aufgrund der vielen administrativen Aufforderungen und der langen Wartezeit auf die Rückzahlung, sondern ist auch für das Unternehmen der vielen Gültigkeitsprüfungen wegen unnötig zeit- und kostenintensiv. Gut, dass es mit der Automatisierung der Datenerfassung und -verarbeitung zeitgemässer und deutlich simpler geht.

Hier kommt eine intelligente, KI-basierte OCR (Optical Character Recognition) ins Spiel. Statt der wie zuvor im Beispiel der Fotokamera beschriebenen Aufforderungen zum Ausfüllen von Formularen, reicht es nun völlig aus, dass der Kunde seine digitale Rechnung hochlädt. Bei einer Rechnung in Papierform macht der Kunde mit seiner Handykamera ein Foto und lädt dieses hoch. Den Rest erledigt die OCR-Software, indem sie die relevanten Daten automatisch identifiziert, extrahiert und verarbeitet. Aber nicht nur der Kunde erfährt damit eine signifikante Erleichterung, sondern auch das Unternehmen profitiert enorm davon. Die Daten der Kundenrechnung können automatisch mit den Daten der Kampagnebedingungen abgeglichen werden. Also, ob der Händler, bei dem die Fotokamera erworben wurde ein an der Cashback-Kampagne teilnehmender ist, ob der Kauf innerhalb des definierten Zeitraumes stattfand und ob die Seriennummer auf der Rechnung mit der der Kampagne übereinstimmt. Bei Erfüllung all dieser Punkte wird diesem Kunden die Rückvergütung innerhalb von Sekunden ausgelöst.

Schutz vor Betrug

Wo Bares versprochen wird, sind Betrüger meist nicht weit, was Cashback-Kampagnen besonders gefährdet macht. Aber auch hier ist die OCR-Lösung eine Hilfe. Die Software, je nach Konfiguration, erkennt und registriert beispielsweise inkohärente Strukturen bei einer Foto- oder Textmanipulation und kann eine Fehlermeldung ausgeben. Das Unternehmen kann so schnell und gezielt auf Betrug reagieren. Die OCR-Software beseitigt also nicht nur alle fehleranfälligen Prozesse, die bei der manuellen Datenerfassung und -verarbeitung entstehen können, sondern zusätzlich auch diese, die von menschlichem Auge kaum ersichtlich sind. Ähnliches gilt auch bei einer Cashback-Kampagne, die auf einem Produkt basiert, das im Supermarkt mit zahlreichen anderen Produkten, die nichts mit der Kampagne zu tun haben, gekauft wird. Der Kunde macht ganz einfach ein Foto seiner Quittung und lädt dieses hoch. Die OCR identifiziert und extrahiert das einzelne, spezifische Produkt aus allen anderen gekauften heraus und gleicht sie automatisch mit den Kampagnebedingungen ab. Stimmen diese überein, erfolgt wiederum innerhalb kürzester Zeit die versprochene Rückvergütung auf das Bankkonto des Kunden.

Die Implementierung der automatisierten Datenerfassung und -verarbeitung in Cashback-Kampagnen lohnt sich also in vielerlei Hinsicht und bringt Vorteile nicht nur unternehmensintern, sondern auch mit Blick auf die Kundenzufriedenheit und -bindung.