Wie gehen Leistungsdokumente heute bei Versicherungen ein? Teils physisch, teils digital und immer häufiger direkt über die versicherungseigene App. Das Problem vieler Versicherungen dabei ist jedoch, dass ihre Systeme nicht mit Leistungsdokumenten in schlechter Qualität umgehen können. Dementsprechend verunmöglicht werden automatisierte Prozesse, was manuelles und langsames Claims Processing zur Folge hat.

In dieser Blogserie für Versicherungen gehen wir auf unterschiedliche Leistungsdokumente ein, aus welchen mit Intelligent Document Processing (IDP) die für Versicherungen jeweils relevanten Daten automatisiert ausgelesen werden können.

In Teil 01 der ‚Blogserie Versicherungen‘ gehen wir auf die automatisierte Verarbeitung von Apothekenrechnungen ein.

Versicherungen nutzen IDP, um Apothekenrechnungen automatisch auszulesen und damit ihr Claims Processing zu beschleunigen.

Apothekenrechnungen werden direkt in der App fotografiert

Heutzutage werden die verschiedenen Leistungsdokumente, bei denen Kunden Anspruch auf Rückerstattung haben, direkt in der App der Versicherung fotografiert und hochgeladen. Das ist auch bei Apothekenrechnungen der Fall.

Kunden legen dabei das Leistungsdokument in Form des klassischen und altbekannten Kassenzettels der Apotheke vor sich auf den Tisch oder auf den Boden und machen in der App ein Foto davon. Was für den Kunden erledigt ist, löst nun bei den meisten Versicherungen manuelle Prozesse aus, die in teurem Claims Processing enden.

Schlechte Qualität bei fotografierten Apothekenrechnungen

Im Vergleich zu einem PDF oder zum physischen Dokument werden die Apothekenrechnungen als Fotoformat oft in verhältnismässig schlechter Qualität in der App der Versicherung hochgeladen. Bedingt durch schräg aufgenommene Fotos entstehen unterschiedliche qualitative Probleme, darunter beispielsweise Lichteinwirkungen und Verzerrungen, womit die Differenzierung der Pixel für Systeme erschwert wird.

Versicherungen können die eingereichten Apothekenrechnungen so nicht mit herkömmlichen OCR-Lösungen auslesen. Das Resultat davon ist die manuelle Verarbeitung durch Mitarbeitende oder durch einen BPO.

Mit IDP: Versicherungen lesen alle relevanten Daten aus Apothekenrechnungen aus

Mit Intelligent Document Processing (IDP) hingegen werden die Fotos der Apothekenrechnungen nach deren Eingang in der App in einem ersten Schritt qualitativ aufgebessert.

Wie unten in den beiden Beispielfotos von der Plattform zu sehen, werden nun mit IDP alle relevanten Daten und Informationen (und nur die für Versicherungen im Fall von Apothekenrechnungen relevanten Daten) daraus automatisch ausgelesen. Dabei werden unter anderem die folgenden Daten extrahiert:

  • Verkäufer: Name der Apotheke, vollständige Adresse der Apotheke, Telefonnummer etc.
  • Generelle Informationen der Apothekenrechnung: Belegdatum, Belegnummer, Währung etc.
  • Einzelpositionen: Bezeichnung des Medikaments, Mehrwertsteuer etc.

No-Code App für individuelle Anpassungen an Apothekenrechnungen

Bei zusätzlichen, spezifischen Anforderungen an ein Leistungsdokument, in diesem Fall an Apothekenrechnungen, können Versicherungen mit der No-Code App ganz einfach selbstständig Anpassungen am Dokumenttypen vornehmen.